Prüfe veränderte Preise anhand deiner eigenen Rechnungen und Verträge. Passe dein Monatsbudget nur um nachvollziehbare eigene Mehrkosten an, nicht pauschal um die bundesweite Inflationsrate.
Was ist neu?
Destatis hat am 30. Oktober die vorläufigen Verbraucherpreise für Oktober 2026 veröffentlicht. Die Inflationsrate beträgt voraussichtlich 2,8 Prozent gegenüber Oktober 2025; im September lag sie bei 3,3 Prozent. Gegenüber September sinkt der Preisindex um 0,2 Prozent. Diese Nachricht erscheint am 31. Oktober. [1]
Energie ist gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich 12,2 Prozent teurer. Endgültige Oktober-Ergebnisse will Destatis am 11. November veröffentlichen. [1]
Was bedeutet das für deinen Haushalt?
Unsere Einordnung: Eine niedrigere bundesweite Teuerungsrate ist kein Grund, jede Budgetposition herunterzusetzen. Ebenso wenig solltest du alle eigenen Ausgaben pauschal um 2,8 Prozent erhöhen. Prüfe stattdessen, welcher Preis sich bei dir tatsächlich geändert hat und welche Zahlung daraus entsteht. Halte Preis und Verbrauch getrennt fest: Eine höhere Rechnung kann auch durch eine andere verbrauchte Menge entstehen.
Dein Kostencheck in vier Schritten
- Lege aktuelle Rechnungen und Vertragsmitteilungen neben die bisherigen Beträge. Beginne bei den Kosten, deren Änderung bereits feststeht.
- Vergleiche bei Strom und Gas Arbeitspreis und Grundpreis mit demselben Jahresverbrauch. Erfasse eine geänderte Abschlagszahlung zusätzlich, ohne sie mit dem endgültigen Jahrespreis gleichzusetzen.
- Notiere beim Einkauf Menge und Preis. Eine kleinere Packung zum bisherigen Preis erkennst du durch den Vergleich des Preises je Kilogramm oder Liter.
- Übertrage bestätigte Mehr- oder Minderkosten in deinen Monatsplan. Halte geschätzte Beträge und noch ungeklärte Vertragsänderungen gesondert fest.
Eigene Beispielrechnung: Was bleibt nach einer Preisänderung?
Fiktiver Monatsplan: 3.000 Euro verlässliche Einnahmen minus 2.600 Euro bereits vollständig eingeplante Ausgaben und Rücklagen lassen 400 Euro übrig. Ergeben die eigenen neuen Rechnungen bei unverändertem Verbrauch zusammen 35 Euro zusätzliche Monatskosten, bleiben 365 Euro. Diese frei gewählten Zahlen sind keine Prognose und wurden nicht aus der amtlichen Inflationsrate abgeleitet.
Notiere neben jeder Änderung den Beleg und den Monat, ab dem sie gilt. So kannst du später überprüfen, ob deine Annahme stimmte. Trage dieselbe Rechnung nicht zugleich als laufende Ausgabe und noch einmal als zusätzliche Jahresrücklage ein.
Mit deinen Zahlen weiterrechnen
Der Haushaltsplan-Ratgeber hilft dir beim vollständigen Überblick. Im Budgetrechner kannst du die bestätigten Beträge einsetzen. Der Stromtarif-Ratgeber führt durch einen Vergleich mit gleichem Verbrauch und vollständigen Jahreskosten. Ein möglicher Anbieterwechsel sollte zu deinen konkreten Konditionen passen.
Quellen und Prüfstand
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Inflationsrate im Oktober 2026 voraussichtlich +2,8 % – Pressemitteilung Nr. 382 vom 30. Oktober 2026
Quelle veröffentlicht: 30.10.2026 · geprüft: 31.10.2026.
Hintergrund und praktische Hilfe
Haushaltsplan mit Einnahmen, Ausgaben und Rücklagen erstellen ↗Veränderte Monatskosten im eigenen Budget berechnen ↗Stromtarife mit demselben Verbrauch vergleichen ↗Alle Ratgeber: Sparen & Energie ↗Die Nachricht ordnet den Stand zum genannten Prüfdatum ein. Für spätere Änderungen helfen die Originalquellen. Mehr über unsere Nachrichtenredaktion ↗




